Die Macht deiner Gedanken

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Wir sind das, was wir denken. Unsere Gedanken erschaffen unsere Welt. Buddha

 

 

Nochmal von vorne. Wie können denn Gedanken meine Welt erschaffen?

 

Es gibt einmal die Welt da draußen und meine Gedanken. Aber das ist beides getrennt.

 

Könnte man denken. Aber so einfach ist es nicht. Unsere Gedanken sind absolut nicht getrennt von unserer Welt. Sie können sie formen, aufbauen, aber auch zerstören. Aber alles beginnt erst im Kopf.

 

Ich habe hier zwei Beispiele, die die ganze Sache etwas verdeutlichen werden. Diese Beispiele

sind übrigens frei erfunden.

 

 

 

Urlaub am See - Stefan

 

Sagen wir, dass Stefan gerne nach Kroatien ans Meer fahren will, aber er hat dieses Jahr nur Geld für eine Woche Camping an einem See in Bayern übrig. Widerwillig geht er hin, und kann die Gedanken an Kroatien nicht verdrängen. Er war letztes Jahr dort und das Meer, die Küste, die Stimmung waren einfach unbeschreiblich. Auch die Leute, die er dort getroffen hat waren total locker.

 

Am Campingplatz angekommen, fängt es an zu hageln. Stefan versteckt sich in seinem Auto. Missmutig wartet er darauf, dass das Wetter besser wird, und hofft, dass sein bereits aufgebautes Zelt dem Hagel standhält. Nach einer halben Stunde fallen keine Hagelkörner mehr und der Himmel klart auf. Sogar die Sonne scheint. Doch die Laune ist im Eimer. In Kroatien wäre das nicht passiert. Da hätte er stattdessen im Meer baden können und wäre nicht im Auto herumgesessen.

 

Er hat keine Lust zu baden, aber er beschließt an den kleinen Strand zu gehen. Der See ist glatt, das Ufer grün und die Sonne geht golden am Horizon unter. Das wäre alles ganz friedlich, wenn nicht diese Kinder wären. Am Strand hüpfen sie umher, planschen am Ufer und jagen sich gegenseitig über die Wiese. Stefan kehrt um und beschließt früh ins Bett zu gehen. Er hat keine Lust auf das Gekreische. Und auf langweilige Gespräche mit langweiligen Eltern hat er auch keinen Bock. Da er zu früh ins Zelt geht, kann er stundenlang nicht einschlafen. Als es endlich dunkel ist, raubt ihm der Mond den Schlaf, da er die Umgebung erhellt.

 

Nach zwei Tagen reist er ab. Es kommt einfach kein Urlaubsfeeling auf.

 

 

Urlaub am See - Lorenz

 

Lorenz kann endlich wegfahren. Er hat in den letzten Wochen sehr viel im Büro gearbeitet. Er braucht dringend eine Auszeit. Die Taschen sind verstaut, das Kajak aufs Auto gepackt und es kann losgehen. Dieses Jahr geht er an einen See in Bayern, an dem er noch nie war. Als er ankommt, scheint die Sonne und er freut sich auf seinen Urlaub, der vor ihm liegt. Lorenz baut sein Zelt auf, erkundet den Campingplatz und überlegt dann, was er abends essen soll. Doch der Himmel verdunkelt sich, und bald fallen die ersten Hagelkörner. Schnell setzt er sich ins Auto und betet, dass sein Zelt den Sturm überstehen möge.

 

Nach dem Hagel verschwinden die Wolken und die Sonne ist wieder da. Lorenz überprüft das Zelt – zum Glück hat es keine Schäden! Er erkundet die Umgebung, sieht Kinder am Strand spielen und Eltern Sandburgen bauen. Eine Weile schaut er zu. Dann geht er weiter am Ufer entlang. Er findet einen schönen ruhigen Platz mit Blick auf den See. Dort bleibt er eine Weile. Als er Hunger bekommt, kehrt er zurück und macht sich ein Sandwich. Da er nicht alleine essen will, setzt er sich zu den anderen ans Lagerfeuer und macht sich Stockbrot. Er kommt mit den anderen ins Gespräch. Er verabredet sich für den nächsten Tag mit zwei anderen zu einer Kajaktour. Es ist mittlerweile dunkel. Am Lagerfeuer sitzend betrachten alle den silbernen Mond und den Sternenhimmel mit seinen unendlich vielen weißen Pünktchen.

 

Nach zwei Wochen reist Lorenz ab. Er wird die Natur vermissen, die Sternennächte, den ruhigen See, die entspannten Menschen. Nächstes Jahr wird er zurückkommen. Das weiß er jetzt schon.

 

 

Bitte liebe Leser namens Stefan – fühlt euch nicht angegriffen :D Ich habe nur euren Namen für meine Geschichte benutzt, mehr nicht. Eigentlich sind alle Stefans, die ich kenne ultraentspannt drauf, deswegen weiß ich selber nicht, wieso ich diesen Namen für die Geschichte gewählt habe ;)

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema. In beiden Beispielen spielt nicht so sehr die Umgebung oder das Wetter eine Rolle. Nicht das Äußere, nicht die Welt ist für die Erfahrung wichtig

 

Viel wichtiger sind die Gedanken, die die beiden haben, während sie ihren Urlaub verbringen. Das Wort Gedanken kann man an dieser Stelle sicherlich mit Einstellung gleichsetzen.

 

Während Lorenz recht offen an die Sache heranging, hat Stefan alles kategorisch abgeblockt, weil er eben nicht in Kroatien war. Für ihn war der See nur ein schlechter Ersatz. Er hat nichts Gutes an der Sache gesehen, weil er alles positive ausgeblendet hat. Deswegen hat er nur schlechte Erfahrungen gemacht. Für Lorenz jedoch war es ein erfüllender Urlaub. Kein Wunder, er war offener, geduldiger, positiver und hat dadurch auch positive Erfahrungen gemacht.

 

Erfahrungen sind, wie man so oft hört, etwas persönliches.  Wir selber bestimmen, ob wir positive oder schlechte Erfahrung machen. Und wenn wir selbst bestimmen können, was wir von einer Erfahrung halten, dann haben wir schon eine ganze Menge Macht über unser Leben!

 

 

Denkt daran:

Das was du heute denkst wirst du morgen sein. Buddha

 

 

 

 


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